Wohin mit der Katze im Urlaub?

Die schönste Zeit im Jahr naht - endlich Urlaub! Das Reiseziel wurde sorgfältig ausgewählt, die Koffer sind so gut wie gepackt, an alles wurde gedacht.

Es gibt nur ein einziges Problem - wohin mit der Katze?

Dass die Rundreise in Amerika dem geliebten Haustier wohl wenig Spaß machen würde, ist natürlich klar. Aber was nun?

Im Großen und Ganzen wäre es natürlich gut und verantwortungsvoll, sich vor Anschaffung eines Stubentigers Gedanken zu machen, welche Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden können, um sicherzustellen, dass auch für die Katze die Urlaubszeit einigermassen erträglich wird. Und natürlich kann auch die bestens geplante Betreuung ins Wasser fallen und es muss schnellstens umdisponiert werden.


Möglichkeit Nr. 1: Katze mit in den Urlaub nehmen

Obwohl die Vorstellung einer reisenden Katze vielleicht lustig erscheint, bedeutet das für die meisten Katzen absoluten Stress. Bei einer Flugreise kommt die Begleitung des Samtpfötchens ja sowieso nicht in Frage, aber auch bei längeren Autofahrten sollte man sorgfältig abwägen, ob die Reise selbst und auch das im Urlaub zur Verfügung stehende Territorium für die Katze zumutbar ist. Da Katzen ja ziemlich ortsgebunden sind, würde ihnen der Urlaub trotz Anwesenheit vertrauter Menschen wahrscheinlich nicht viel Freude machen. Entscheidet man sich trotzdem zur Mitnahme der Katze, ist sie unbedingt in einer Transportbox unterzubringen und darf natürlich auch nicht alleine im Auto gelassen werden, wenn eine kleine Cafepause gewünscht wird. Bei Reisen ins Ausland muss man sich zusätzlich über mögliche Einreisebestimmungen als auch über landestypische Tierkrankheiten des jeweiligen Landes informieren.


Möglichkeit Nr. 2: Tierheime/Katzenpensionen/Katzenhotels

Auch diese Art der Unterbringung wird immer beliebter und von vielen gerne in Anspruch genommen. Aufblühende neue Tierpensionen bemühen sich, ein großes Freizeitangebot für die Vierbeiner auszudenken und anzubieten. Spezielle Menüs, Pfotenmassagen, luxuriöse Freigehege mit regen Kontakt zu Artgenossen usw. lassen das Herz jedes Katzenbesitzers höher schlagen. Es muss aber auch bedacht werden, dass weder Futterumstellungen noch die Zwangsbeglückung mit Artgenossen der Gesundheit förderlich sind. Ich persönlich hätte auch Bedenken wegen diverser Krankheiten bzw. Viren, die in den Zimmern oder Freigehegen rumschwirren könnten, selbst wenn nur Katzen mit gültigem Impfpass aufgenommen werden.

Entscheidet man sich aber für diese Art der Unterbringung, wäre es gut, die in Betracht gezogene Herberge, einige Wochen vorher, am besten unangemeldet, unter die Lupe zu nehmen. Es kann sich ein Bild gemacht werden, ob es ordentlich und sauber ist und welchen Eindruck bereits dort anwesende Tiere machen.


Möglichkeit Nr. 3: tierliebe Nachbarn, Freunde, Verwandte oder Catsitter

Wie bereits erwähnt, ist die Katze in ihrer vertrauten Umgebung am glücklichsten. Die ideale Urlaubsbetreuung für das schnurrende Familienmitglied wäre daher eine (vertraute) Person, die sich um den zurückgebliebenen Vierbeiner kümmert, mehrmals am Tag nach ihm schaut, ihn versorgt und auch ein paar Streicheleinheiten übrig hat.

Bei Freigängern ist natürlich auch darauf zu achten, ob und wann sie wieder nach Hause gefunden haben.

Sollte jedoch kein tierliebender Verwandter, Freund oder Bekannter zur Verfügung stehen, gibt es die Möglichkeit, einen Catsitter zu bestellen, der ebenfalls nach Hause kommt und so die gewünschte Betreuung übernimmt.

Eine Liste von Catsittern in Österreich findest du - sortiert nach Bundesländern - hier: http://www.katze-und-du.at/aktuell/Katzensitter-Katzenpensionen.html

Sinnvoll wäre, eine kleine Checkliste zu erstellen, auf der gewohnte Fütterungszeiten und Futtervorlieben, bevorzugtes Spielzeug, eventuell notwendige Medikamtenverabreichung sowie die Telefonnummer des betrautes Tierarztes im Notfall vermerkt sind.

Wenn auch für den Stubentiger alles gut durchdacht und geplant wurde, steht einem sorgenfreien Urlaub nichts mehr im Wege!